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Mitwirkung

Mehr Partizipation: der Wald gehört uns allen

von Greenpeace am 30.03.2012 | 16:30 | Kommentare: 3 |

ForstBW:
Partizipation ist durch Einbindung externen Sachverstands gewährleistet und die naturschutzfachliche Kompetenz des Forstpersonals gestärkt.

Greenpeace:
Wie wird die „Einbindung des externen Sachverstands“ geregelt? Welche Konzepte stecken da hinter, was bedeutet das konkret?

ForstBW:
Kriterien (Wann ist das Ziel erreicht?)
Das Ziel ist erreicht, wenn
1. eine gemeinsame Fortbildungsstrategie von ForstBW unter Beteiligung des amtlichen Naturschutzes entwickelt und umgesetzt ist.
2. eine Konsultation des amtlichen Naturschutzes bei naturschutzrelevanten Strategien und Konzepten im Staatswald eingeführt ist.

Greenpeace:
Wie wird die Expertise und Beteiligung unabhängiger Dritter bei der Erarbeitung naturschutzrelevanter Strategien im Staatswald gewährleistet? Die Einbindung des amtlichen Naturschutzes reicht nicht aus. Naturschutzfachliche Entscheidungen können auch nicht allein auf der Expertise des Forstpersonals aufbauen, da dieses oftmals im Ziel-/ Interessenkonflikt durch die Vorgaben des Arbeitgebers stehen!

ForstBW:
Umsetzung (Wie kann das Ziel erreicht werden?)
Maßnahmen
- Auftrag für ein Projekt zur Entwicklung einer gemeinsamen Fortbildungsstrategie
- Einbindung des amtlichen Naturschutzes bei der (Weiter-)Entwicklung von Strategien/ Konzepten/ Richtlinien z.B. zu Waldentwicklungstypen, Feinerschließung, Energieholz, Waldkalkung

Greenpeace:
Bezügli ch der Feinerschließung sollte auf möglichst große Rückegassenabstände (min. 40 m) geachtet werden. Die Vollbaumnutzung/ Ganzbaumnutzung sollte vor dem Hintergrund der verstärkten Nährstoffausträge verboten werden!

ForstBW:
Diskussionspunkte und Fragen für die Online-Beteiligung
o Wie sehen Sie die Möglichkeit und Notwendigkeit einer partizipativen Mitwirkung (Konsultation) des amtlichen Naturschutzes, Naturschutzverbände, weiterer Verbände mit sehr unterschiedlichen Interessen sowie Bürgerinnen und Bürger bei der Festlegung von Wirtschaftszielen im Staatswald?

Greenpeace:
Vor dem Hintergrund der sich wandelnden Gesellschaft und damit auch der sich ändernden der vielfältigen Ansprüche, die an den Wald gestellt werden und der vielfältigen Funktionen, die der Wald zu erfüllen hat, ist die Beteiligung unabhängiger Dritter sowie der Bevölkerung (öffentlicher Wald ist Bürgerwald!) an der Erarbeitung von Bewirtschaftungs-/Schutzzielen des Staatswaldes unerlässlich geworden! Wirtschaftsziele dürfen im Staatswahl aufgrund der Gemeinwohlverpflichtung sowie der Vorbildfunktion nicht an erster Stelle stehen, sondern müssen gleichwertig mit ökologischen und sozialen Zielsetzungen behandelt werden.

ForstBW:
o Möchten Sie generell mehr partizipative Elemente/ Mitsprache bei Waldfragen in Bezug auf den Staatswald (z. B. strategische Ausrichtung)?

Greenpeace:
JA!

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  Kommentare
Schwarzspecht am 30.03.2012 18:30:29

Es ist nicht akzeptabel, dass Verbände, die nicht demokratisch legitimiert sind über Gemeineigentum (Staatswald/Kommunalwald) oder sogar Privateigentum mitentscheiden.

S.Kick am 30.03.2012 18:03:18

Hallo sehr geehrte Teilnehmer,
die Aussagen von Greenpeace zu diesem Thema sind nicht schlecht.
Lob eines Baden Württembergers Natur und Waldliebhabers.
Herr Dr.Kühn und andere Beamte, Bürgermeister, Förster sowie noch einige Naturschützer müßen wahrscheinlich bei Partizipation noch lernen.
Nach dem Umweltinformationsgesetz haben alle Bürger Anrecht auf Information und da gehört auch der Wald dazu.
Grüße S.Kick

Dr. Tobias Kühn am 30.03.2012 17:06:21

Bedeutet Partizipation, dass jede Handlung diskutiert werden muss? Jeder Hieb, jede Wegeinstandsetzung muss künftig öffentlich diskutiert werden? Dann besser gleich einpacken, Wald zuschließen und gut ist.
Wofür gibt es vom Volk gewählte Mandatsträger, Universitäten, Verbraucherschutzämter, Überwachungsbehörden? Wenn Deutschland an etwas nicht leidet, dann an Unterregulierung!

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