Wälder nasser Standorte


Kurzbeschreibung

Moore, Auen und weitere Nassstandorte im Waldverband sind geprägt vom Wasser als dominierendem Umweltfaktor. Die natürliche Vegetation wird hierdurch auf speziell angepasste Artenkombinationen reduziert, die für den Biotop- und Artenschutz von besonderer Bedeutung sind.
Diese Extrem- und Sonderstandorte sind von der Forstlichen Standortskartierung dokumentiert sowie - bei naturnaher Ausprägung ihrer spezifischen Vegetation - weitgehend durch die Waldbiotopkartierung (WBK) erfasst. Damit ist gewährleistet, dass die Biotope bei der Waldbewirtschaftung geschützt werden; außerdem wird in vielen Fällen auf Basis der von der WBK, der FFH-Managementplanung oder anderweitiger Naturschutzprogramme vorgeschlagenen Pflegemaßnahmen ihr Erhalt aktiv gesichert bzw. der Biotopwert erhöht.

Ziel 7 (Was soll erreicht werden?)

Die Biotopqualität von Mooren und Auen sowie weiterer nasser Standorte im Wald ist gesichert oder wiederhergestellt.

Kriterien (Wann ist das Ziel erreicht?)

Das Ziel  ist erreicht, wenn

1.    landesweit bzw. regional bedeutsame Nassstandorte und -biotope (Waldgesellschaften + Offenlandbiotope) bekannt und kartiert sind,
2.    die besondere natur- und artenschutzfachliche Bedeutung dieser Biotopstandorte erarbeitet ist,
3.    die auf nasse Standorte angewiesenen  FFH-Lebensraumtypen (Wald-/Offenland-LRTn) mit ungünstigem Erhaltungszustand verbessert sind,
4.    der Wasserhaushalt soweit möglich in notwendigem Umfang wiederhergestellt ist und
5.    die natürliche Vegetation nasser Standorte wiederhergestellt ist.

Umsetzung (Wie kann das Ziel erreicht werden?)

Maßnahmen
- Erstellung einer Flächenbilanz vorhandener, den einzelnen Kategorien nasser Waldstandorte zugeordneter Biotope auf Basis der WBK
- Identifizierung der Biotopflächen mit akuter Gefährdung
- Identifizierung der FFH-Lebensraumtypen mit ungünstigem Erhaltungszustand
- Identifizierung und Bilanzierung von Nassstandorten mit naturferner Bestockung
- Durchführung von Maßnahmen zur Wiedervernässung
- Beseitigung gesellschaftsfremder Baumarten bzw.
- Einbringung/Förderung gesellschaftskonformer Baumarten

Diskussionspunkte und Fragen für die Online-Beteiligung
1.    Inwieweit können/sollen numerische Vorgaben (z.B. nach Fläche, Zeithorizonten) zur Umsetzung des Ziels erfolgen?
2.    In welchem Umfang ist eine Potentialentwicklung im Sinne einer Neuschaffung von Biotopen machbar?
3.    Wie ist eine Umsetzung der für den Staatswald konzipierten WNS-Strategie im Körperschafts- und Privatwald zu handhaben?

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