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Prozessschutz

Prozessschutz fördert die Klimaerwärmung

von fe am 22.03.2012 | 15:01 | Kommentare: 9 |

Durch die Realisierung von über 30000 ha nutzungsfreier Waldfläche werden Millionen von Festmeter des regenerativen Rohstoffes Holz einer Nutzung entzogen. Somit geht auch die Möglichkeit mit diesen Holzmengen Millionen von Tonnen CO2 zu vermeiden verloren. In einer Zeit, in der die weltweiten CO2-Gesamtemissionen immer mehr zunehmen, muss alles versucht werden diese zu minimieren. Die Stilllegung dieses CO2-Vermeidungspotentials ist kontraproduktiv und ein weiterer Schritt in Richtung einer mittelfristigen Zerstörung der heuti-gen Ökosysteme durch die Klimaerwärmung.

Anmerkung: Siehe auch den Beitrag "Klimaerwärmung und Artenschutz" unter der Rubrik "Hinweise/fehlende Aspekte".

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  Kommentare
Dr. Joachim Rock am 26.03.2012 19:34:27

Sehr geehrter Herr Oppermann,

wir sollten die nationale und die internationale Ebene trennen. International ist (Ur-)Waldzerstörung ein Klimaschutzproblem, national nicht. National ist folgender "bug" in der Berichterstattung ein Problem: durch die sektorale Erfassung, die Holzeinschlag im Wald als Emission verbucht auch wenn der Kohlenstoff in fester Form exportiert wird, die positiven Effekte der Substitution aber anderen Sektoren zuschreibt, wird das Bild insgesamt verzerrt und der Eindruck erweckt, man könne den Kuchen behalten (Vorräte im Wald) und ihn gleichzeitig Essen (Holzproduktverwendung). Der Abgleich erfolgt indirekt durch die Aggregation der Sektorbilanzen auf nationaler Ebene. Bildlich dargestellt: Der Wald "zahlt" quasi die Zeche und andere Sektoren feiern dafür.
Optimal für den Klimaschutz wäre übrigens ein Waldaufbau, in dem der laufende Zuwachs maximiert ist (laufende Aufnahme von C aus der Atmosphäre), dieser laufend abgeschöpft wird (Hiebsatz = Zuwachs) und die erzeugten Sortimente in Produkten mit möglichst hoher Substitutionsleistung verwendet werden. Nach Kyoto-Regeln wäre dieser Wald keine Senke und vielleicht sogar Quelle (Abbau unproduktiver Altbestände mit schlechtem Substitutionspotential der erzeugbaren Sortimente), was aber auf der nationalen Ebene durch die Einsparungen in den Holz verwendenden Sektoren überkompensiert würde. Die von Ihnen verlinkte Graphik enthält diese Hintergründe nicht.

Ich gebe Ihnen Recht, dass es im Bereich der Verwendung ebenfalls noch Verbesserungspotentiale gibt, aber bei der derzeitigen Situation - so suboptimal sie auch sein mag - ist eine Nutzung wie bisher geschehen besser für"s Klima als eine Stilllegung. Die Ausweisung von Prozessschutzflächen ist deshalb keine Verbesserung für den Klimaschutz.

Fehlende Synergie zwischen Natur- und Klimaschutz im Bezug zur Waldbewirtschaftung ist aber nur dann ein Problem, wenn "der Naturschutz" keine schlagkräftigen eigenen Argumente hat. Sonst ist es m. E. eher gefährlich, sich auf Klimaschutz zu berufen, denn wenn der als in manchen Diskussionen primär vorgeschobener Rechtfertigungsgrund wegfallen (oder aus politischen Gründen ausgesetzt oder zurückgestuft werden) sollte ist die Begründung "... aber wir hatten das doch auch für den Naturschutz so gemacht ..." nicht besonders überzeugend.

Bitte nicht vergessen: es geht bei der Waldbewirtschaftung darum, alle z. B. hier  Link in der Graphik auf S. 601 gezeigten Leistungen des Waldes zu berücksichtigen. Und da "kostet" "mehr X" eben auch "etwas Y, Z, ...".

Viele Grüße,

Joachim Rock

PS: Die aktuelle Emissions-Situation (dargestellt natürlich inklusive "bug", der ist schliesslich vorgeschrieben) kann man im Nationalen Inventarbericht  Link nachlesen (LULUCF: ab S. 454).

VolkerOppermann am 26.03.2012 17:18:48

Sie haben Recht, das der Hauptgrund für Prozessschutz sicher nicht auf dem Klimaschutz begründet ist. Nicht umsonst wurde der Prozessschutz in Deutschland auch aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie (NBS) angestoßen. Die hier entstandene Diskussion beschäftigt sich allerdings mit dem Vorwurf dass Prozessschutzflächen schlecht fürs Klima sind. Schutz von Wäldern kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz liefern. Dass die (Ur-) Waldzerstörung — vorallem auch durch Holznutzung - weltweit gesehen gravierende negative Einflüsse auf die CO2-Bilanz hat und der Erhalt der letzten Urwälder eine prioritäre Aufgabe sein sollte mag unbestritten sein. Das IPCC geht davon aus dass etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Emissionen auf Waldzerstörung zurückgehen. Da geht es besonders um Umwandlung von Urwäldern in Plantagen, Entwässerung von Feuchtwäldern, Kahlschläge.
Dass Prozessschutz auch in Deutschland auch eine Kohlenstoffsenke bieten kann und somit positiv für den Klimaschutz ist, zeigt ja auch die Studie von Mund und die anderen vorherigen Diskussionsbeiträge.
Die beifügte Grafik  Link zeigt gut wie der Wald als Kohlendioxidsenke wirkte. Noch 1990 hat der nicht genutzte Zuwachs in den deutschen Wäldern noch 7-10 % der industriellen Emission in Deutschland aufgefangen (Kohlenstoffsenke). Die Zunahme des Holzeinschlags korreliert auffällig mit den CO2-Aufnahmezahlen von 1990-2011! In den letzten Jahren hat sich die Holznutzung fast verdoppelt. Deutschland musste dann an das UN-Klimaschutzkomitee(UNFCCC) in den letzten Jahren melden dass mittlerweile der Wald keine Senke mehr darstellt, deshalb geht gerade die internationale Forderung der großen Forstindustrieländer (z.B. Kanada, Finnland und Russland) in die Richtung die Holzprodukte mit einzubeziehen, um doch noch positive Effekte in der Klimabilanz zu erzielen. Die verschönert zwar die Bilanz bekämpft aber nicht die Ursache.
Dass Substitutionseffekte der Holzverwendung sich grundsätzlich positiv für das Klima auswirken wird gar nicht bestritten. Die sehr langlebige Verwendung von Holz — wenn aus wirklich nachhaltiger Nutzung unter minimiertem Energieeinsatz produziert — kann als Substitut von noch energieintensiver produzierten Rohstoffen einen positiven Speichereffekt haben. Jedoch kann eine Substitution nach den Kyoto-Regeln nicht im Wald-Holz-Sektor bilanziert werden. Bei der Kyoto-Bilanzierung darf die Substitution eines Energierohstoffes nicht zweimal verrechnet werden. Weder Energieholz noch Papierprodukte leisten eine Kohlestoffspeicherleistung, die uns im Kampf gegen den globalen Klimawandel hilft. Sie machen aber mit Abstand den größten Anteil von Holzprodukten aus. Die beste Substitution ist hier die Einsparung. Die Einspareffekte sind insbesondere bei Papier und bei Brennholz enorm. Holzverwendung für Papier lässt sich ohne weiteres mit Substitution von Frischfaserpapier durch Recyclingpapier reduzieren (was überdies noch energiesparender ist). Auch der hohe Anteil von Energieholz muss durch Einführung einer Kaskadennutzung und durch effizientere Verbrennungsöfen reduziert werden.
Konzepte, die die Vorräte auf 90 Prozent der öffentlichen Wälder ansteigen lassen und dabei Holz wirklich nachhaltig nutzen und in langfristige Produkte einbinden, leisten den besten Beitrag. Auf zehn Prozent werden bei diesem Konzept ungenutzte, ehemalige Wirtschaftswälder in Ruhe gelassen und wachsen noch viele Jahrzehnte fast ungebremst weiter bis sie dann erst in diejenigen Bereiche hineinwachsen, in denen Urwälder eine ausgeglichene CO2-Aufnahme und Abgabe haben. Aber davon sind wir mit einem durchschnittlichen Vorrat von 320-330 Vfm in deutschen Wäldern noch sehr weit entfernt. Und auch dann wird im Waldboden kontinuierlich Kohlenstoff gebunden.

Schönen Gruß
Volker Oppermann

Vollkommener Ernst am 26.03.2012 13:48:51

Noch eine Anmerkung:

Was bei all den Berechnungen immer wieder vernachlässigt wird, ist die pädagogische Leistung eines solchen Parks. So könnte die Sensibilisierung der Menschen (insbesondere aber der Kinder), den dieser durch den Besuch einer unberührten Naturlandschaft und der angegliederten pädagogischen Einrichtungen erfährt, durchaus zur Enthaltsamkeit der im Alltagsleben beitragen - welchen Effekt dies auf die CO2-Bilanz unserer Bevölkerung haben kann oder wird, wird auch in Zukunft nur sehr schwer feststellbar bleiben. Bei jährlich 10 Mio NLP-Besuchern alleine im Harz sicherlich aber kein marginaler Effekt...

Vollkommener Ernst am 26.03.2012 13:32:54

Sehr geehrter Volker Oppermann,

die von Ihnen verlinkte Quelle weist zwar daraufhin, dass der Kohlenstoffspeicher eines Urwaldes dem eines Wirtschaftswaldes quantitativ überlegen ist (um 33- 43%), weist aber andererseits darauf hin, dass Substitutionseffekte vernachlässigt wurden. Außerdem wird auf die geringe "Samplesize" verwiesen und Folgerungen von einem Buchenwald auf einen Fichten- und/oder Buchen-/Tannenwald anzustellen, ist sicherlich ebenso nicht zulässig. Alles in allem kann ich mich Dr. J. Rock nur anschließen...

... möchte aber nochmals darauf hinweisen, dass in anderen Bereichen sehr schnell sehr viel mehr C-Sequestrierung angestoßen werden könnte: Beispielsweise durch den Ersatz von Silomais durch Kurzumtriebsplantagen mit Pappeln. Für einen Nationalpark sprechen genügend Gründe! Ich halte es für kontraproduktiv, diese Schutzkategorie zu verklären. Ein Bumerang kommt bekanntlich zurück!

Eschbach am 26.03.2012 12:50:22

Alle, die an der Klimarelevanz einer nachhaltigen möglichst großen Holznutzung zur Vergrößerung der C-Speicher und zur Substitution alternativer klimaschädlicher Ressourcen zweifeln, seien auf zwei von vielen weiteren seriösen Quellen hingewiesen, die alle eine nachhaltige Holznutzung und -verwendung als wichtiges Mittel zum Klimaschutz empfehlen:
1.) IPCC, 2007: “increasing off-site carbon stocks in wood products a n d enhancing product a n d fuel substitution using forest-derived biomass to substitute products with high fossil fuel requirements, a n d increasing the use of biomass-derived energy to substitute fossil fuels.” (Vergrößerung der Kohlenstoffspeicher in Holzprodukten und Verstärkung der Produkt- und Brennstoffsubstitution durch Verwendung von holzbasierter Biomasse zum Ersatz von Produkten, die einen großen Einsatz fossiler Energie benötigen und verstärkte Nutzung von Bioenergie zum Ersatz fossiler Brennstoffe)."
2.) Schweizerisches Amt für Umweltschutz, 2007: "“Die Ergebnisse zeigen, dass eine optimierte Nutzung des nachwachsenden Holzes den nachhaltigsten Effekt für die Verbesserung der CO2-Bilanz ergibt".

Dr. Joachim Rock am 26.03.2012 12:37:20

Sehr geehrter Herr Oppermann,

Ihre Argumentation mit der Lang- oder Kurzlebigkeit von Holzprodukten geht an der echten Substitutionswirkung vorbei, da diese von den Emissionen der Alternativprodukte abhängig sind. Kaminholz z. B. hat einen Emissionsvorteil gegenüber Braunkohle, aber eine "Lebensdauer" unter der von Papier.

Für die Bundesrepublik ist der generelle Substitutionsfaktor, bezogen auf die Abgänge aus dem Wald (nach IS 08) und die Holzverwendung (nach HES und Produktionsstatistiken) wenigstens 1,1, unter Einbeziehung der nicht in den Produktionsstatistiken erfassten Mengen wenigstens 1,35. Für den Einzelstamm kann das durchaus anders aussehen, aber da nicht einmal die Holzkäufer exakt nachweisen können, ob der vorliegende 3a-Fichtenstamm ins Bauholz, in die Spanplatte oder ins Papier (und wenn ja, zu welchen Anteilen) gehen wird sind Überlegungen zur Maximierung des Substitutionspotentials für diese Betrachtung hier derzeit Nebensache. Denn im Umkehrschluss bedeutet ein Substitutionsfaktor 1,35 dass jede NICHT geerntete Tonne Kohlenstoff einen Klimaschaden in Höhe von zusätzlichen Emissionen aus fossilen Energieträgern in genau dieser Höhe verursacht.

Unter Klimaschutzgesichtspunkten ist ein Massenaufbau im Wald solange besser als die Ernte, wie das Substitutionspotential der gesamten erntbaren Menge steigt, bereinigt um Ernteaufwendungen in [t C] und Nebeneffekte wie C-Emissionen aus Böden. Diese sind trotz Bewirtschaftung in den letzten Jahren eine signifikante Senke, leisten aber trotzdem weniger als die "Holzseite".

Eine Stilllegung bedeutet "keine Ernte" und damit keine Substitution und ist deshalb unter Klimaschutzgesichtspunkten suboptimal. Die Differenz zwischen Netto-Massenaufbau und erzielbarer Substitution entspricht grob den "Klimakosten" einer solchen Maßnahme. Wenn Flächen stillgelegt werden sollen dann bitte nicht mit dem Argument "Klimaschutz" (denn das ist falsch), sondern mit anderen Argumenten, und davon gibt es auch genügend.

Mit freundlichen Grüßen,

Joachim Rock

Zur Lektüre: AFZ 15/2011 ab Seite 15 (kann ich leider nicht direkt verlinken)

VolkerOppermann am 25.03.2012 12:00:12

Sehr geehrter Herr Dr Rock, Hallo Fe,
wenn wir unser Holz überwiegend für langfristige Produkte wie Holzhausbau, Möbel etc verwenden würden, würde die Nutzholzproduktion einen wichtigeren Teil für die langfristige Kohlenstoffbindung beitragen. Leider wird ein Großteil für kurzfristige Produkte wie Papier Verpackungsmaterial und Brennholz verbraucht und somit CO2 gleich wieder emittiert.
Ein wichtiger Aspekt der für Prozessschutzflächen spricht, ist auch, dass die jetzigen Wirtschaftswälder noch viele Jahrzehnte/Jahrhunderte brauchen um "erwachsen" zu werden. Bei einem durchschnittlichen Holzvorrates von 320 Vfm/ha würde ein Buchenwald der jetzt nicht mehr genutzt würde noch lange Zeit zuwachsen. Buchenurwälder haben Vorräte von 700 - 1.300 Vfm/ha. Das heisst aus Klimaschutzgründen ist es auf alle Fälle besser diese Bestände (und wir reden ja nur über 10 % der öffentlichen BaWü-Waldfläche. BaWü hat immerhin 1,36 Mio ha Wald) aus der Nutzung zu nehmen. Und falls diese Bestände in ferner Zukunft dann "ausgewachsen" sind, wird sich auch hier kein "Gleichgewichtszustand" einstellen, wenn bei der Berechnung die Waldböden sowie die stetige Verjüngung - wie Hr Enssle unten ausführte - auch mit eingerechnet werden.

Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt ist das
in Mitteleuropäischen Wäldern Kohlenstoff durch den jährlich nicht unbeträchtlichen Blattfall (1,49 — 1,89 tC ha-1) der aufgrund der Kälteperiode nicht voll zersetzt wird und sich so im Boden anreichert und dort den Kohlenstoff langfristig speichert (im Gegensatz zu den Tropen). Voraussetzung ist allerdings hierfür das die Fläche nicht Kahlgeschlagen wird, oder Bodenschäden durch die Holzernte, hier würde wieder CO2 durch die Abbauprozesse entstehen. Studien wie von Martina Mund haben sehr detailiert sich mit Gesamt-Kohlenstoff-Bindung in Wäldern auseinander gesetzt - und nicht nur Kohlenstoffbindung in dem erntefähigen Holzvorrats:  Link
Also Prozessschutz als Förderer der Klimaerwärmung kann faktisch nicht so stehen gelassen werden.
Viele Grüße
Volker Oppermann

Dr. Joachim Rock am 23.03.2012 14:05:16

Hallo Herr Enssle,

auch wenn Altbestände bis zum Zusammenbrechen eine positive C-Bilanz haben können (und die Entwicklung danach von den Flächenanteilen und dem Verhältnis Zuwachs in der Verjüngung/Nachwuchs : Totholzzersetzung abhängt) sind ungenutzte Altbestände deutlich weniger effektiv für den Klimaschutz als bewirtschaftete Wälder, jedenfalls unter unseren Mitteleuropäischen Bedingungen.

Naturschutzanliegen sind Naturschutzanliegen und sollten sich als solche der Diskussion stellen - und nicht unter "falscher Flagge fahren". Das ist für seine Anliegen auf längere Sicht kontraproduktiv.

Viele Grüße,

JR

Johannes Enssle am 23.03.2012 13:28:16

Hallo fe,

in der Diskussion um die Bedeutung der Forst- und Holzwirtschaft für den Klimaschutz wird häufig behauptet, dass ausschließlich die forstliche Nutzung des Waldes und die anschließende stoffliche oder energetische Verwertung des Holzes einen positiven Beitrag zum Klimaschutz leisten könne. Der vom Naturschutz geforderte Nutzungsverzicht auf 5 bis 10% der Waldfläche zum Schutz der biologischen Vielfalt sei hingegen kontraproduktiv für den Klimaschutz. Grund für diese Aussage ist die weit verbreitete Annahme, dass in ungenutzten Naturwäldern nach einer kurzen Phase des Vorratsaufbaus der Zuwachs stagniert und sich eine natürliche Balance zwischen CO2 Aufnahme (Wachstum) und —Abgabe (Verrottung) einstellt. Obwohl in jüngeren Studien immer wieder darauf hingewiesen wurde, dass diese Annahme zu kurz greift und auf einer fehlerhaften Ausgangshypothese zur Wachstumsdynamik von Naturwäldern beruht, hat sie sich in den Köpfen vieler Forstwissenschaftler und Politiker festgesetzt. Dies führt zu einer enormen Schieflage in der Wahrnehmung und Akzeptanz von ungenutzten Waldflächen für den Naturschutz. Dabei reichern diese noch über Jahrhunderte hinweg Kohlenstoff an und erfüllen dabei zahlreiche weitere Funktionen, die sowohl für die Gesellschaft, als auch für den Wald und seine Biozönosen positiv sind. Die einfache These „ungenutzter Wald = schlecht für's Klima“ ist nicht zu halten ist. Holz- und Forstwirtschaft können und sollen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Versuche, die Forderungen des Naturschutzes mit vermeintlichen Argumenten des Klimaschutzes zu diskreditieren, zeugen jedoch von einer Fehleinschätzung.

So einfach ist es also nicht!

(siehe dazu auch  Link )

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