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Forschung

Auswirkungen der WNS-Konzeption auf die Klimaerwärmung

von fe am 22.03.2012 | 15:02 | Kommentare: 3 |

Die Waldnaturschutzkonzeption muss weiterhin und vermehrt bezüglich der Fragestellung nach den Auswirkungen derselben auf den Klimawandel auch wissenschaftlich begleitet werden. Maßnahmen, die eine weitere Klimaerwärmung begünstigen dürfen nicht weiterverfolgt werden und sind gegebenenfalls zu revidieren.

Anmerkung: Siehe auch den Beitrag "Klimaerwärmung und Artenschutz" unter der Rubrik "Hinweise/fehlende Aspekte".

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  Kommentare
fe am 23.03.2012 16:43:04

Liebe Kommentatoren,

zu den untigen Kommentaren folgende Amerkungen:

Frau Stübner: Im Zuge der naturnahmen Waldwirtschaft wird ja bereits seit Jahrzehn-ten Waldnaturschutz betrieben: Extensive Waldflächen auf Sonderstandorten, Wacholderheidenpflegen, stehengelassene Altholzgruppen, Innen- und Außenträufe mit Kraut- und Strauchschicht, etc. Auch selten Biotope und gefährdete Arten wurden immer gefördert. Auch hat sich in den mir bekannten Wäldern ein Totholzvorrat von 10 VFm/ha aufgebaut (10 VFm/ha summiert sich bei der landesweiten Waldfläche ziemlich auf) und auch Habitatbäume sind über die Flächen in vielen Auspägungen vorhanden (Stichwort totholzliebende Arten). Dieses war so und muss es auch weiterhin sein, keine Frage. Meines Erachtens haben wir bereits ein gutes Niveau erreicht (83% Biodiversität), das auch so gehalten werden soll. Aber zukünftig noch weitere große Flächen aus der Nutzung herauszunehmen in der Hoffnung (also prophylaktisch) auf das Ansiedeln von bisher noch nicht vorhandenen Arten, dieses können wir uns vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung nicht leisten, da wir die Holznutzung benötigen um die CO2-Emissionen zu mindern. Und: Bei einer ausufernden Klimaerwärmung (ausufernd = mehr als 2 Grad) gehe ich davon aus, dass sich die totholzliebenden Arten vor lauter Totholz nicht mehr retten können (Klimaextreme, Kalamitäten, etc..). Gibt es hierzu eigentlich bereits Untersuchungen?

Herr Enssle: Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich befürworte keine Plantagenwirtschaft im Wald, sondern die Nutzung des nachhaltigen Zuwachs im Rahmen einer naturnahen Waldwirtschaft. Das bisher erreichte hohe Niveau im Waldnaturschutz kann und soll (inclusive Totholz) so erhalten bleiben und auch weiterverfolgt werden. Aber "prophylaktische" Nutzungsstilllegungen sind für die Klimaerwärmung und somit mittelfristig auch für die Arten verhängnisvoll (Stichwort Artenschutz nur durch Klimaschutz).

Johannes Enssle am 23.03.2012 13:35:47

Hallo fe,

gerade Totholz erhöht aufgrund seiner Wasser-Speicherfähgkeit und der kühlenden Verdunstungwirkung gerade bei Trockenheit und Hitze die Resilienz von Waldökosystemen.

Ohne diese Resilienz erhöht sich dann aber wieder das Risiko, dass der Wald eine negative Netto-Ökosystemproduktion aufweist, d.h. er veratmet mehr als er assimiliert (aus der Senke wird eine Quelle).

Die von Ihnen offenbar geforderten Plantagen wären daher nicht nur für die Biodiversität sondern auch für das von Ihnen herangezogenen Argument des Klimaschutzes kontraprdouktiv.

Moderation am 22.03.2012 15:53:40

Hallo fe, vielen Dank für die diversen Beiträge zum Thema Klimawandel.
Habe ich Sie richtig verstanden, dass Sie aufgrund von Co2-Speicherung auf alle Maßnahmen zur Anreicherung von Totholz verzichten wollten? Wie schätzen Sie unter diesen Maßgaben den Stellenwert des Schutzes von totholzliebenden Arten ein bzw. wie sollte dieser Ihrer Meinung nach erfolgen?

Mit besten Grüßen,
Simone Stübner (Moderation)

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