<< Zurück

Naturnaher Waldbau

Holzverwendung nicht vergessen...

von VSH am 30.03.2012 | 14:27 | Kommentare: 0 |

Der Sozialfunktion des Waldes in Baden - Württemberg kommt nicht nur in der Erholungsfunktion eine maßgebliche Rolle zu : im cluster Forst und Holz sind rund 197.000 Menschen beschäftigt und haben einen Anteil von rund 4 % am Umsatz der Gesamtwirtschaft des Landes (im bundesweiten Vergleich ein überdurchschnittlicher Wert).
Die politische Zielsetzung in Sachen Waldnaturschutz sollte mit Augenmaß umgesetzt werden - der Klimawandel verlangt nach naturnaher, nachhaltiger Nutzung von Holz, das fossile Energieträger ersetzt und einen wichtigen Beitrag zum Schutz nachfolgender Generationen darstellt. Die Mobilisierung heimischer Holzressourcen ist ein Beitrag zur mittel - und langfristigen Bindung von CO2 : in Form von Bauholz oder in Form von energetischer Nutzung.
Deshalb kann es nicht im Sinne eines ökologisch verträglichen Gedankengebäudes sein, einen Holzmangel mit Importen aus weiten Distanzen zu decken.
Es ist nicht verantwortbar bei einer Waldnaturschutzkonzeption ökonomische Bewertungen der Zielvorgaben, Maßnahmenvorschläge und deren Auswirkung zu vernachlässigen oder gar auszublenden. Im Sinn des Allgemeinwohls müssen auch ökonomische Nachteile und Verzichte angestrebter Maßnahmen aufgezeigt werden. Holz ist vor allem auch im Fokus des Klimawandels ein Rohstoff mit Zukunft, der zunehmend an Bedeutung gewinnt - ökologisch verantwortungsvolles Handeln geht ein her mit einer nachhaltigen Forstwirtschaft, die bei steigendem Holzverbrauch die heimische Holzproduktion nicht reduziert und dazu zwingt, den Rohstoff durch Substitutionsprodukte ersetzten zu müssen. Naturschutz im Wald ja, aber mit Augenmaß und in dem Bewusstsein, dass ordnungsgemäße forstliche Bewirtschaftung unserer Wälder bereits die Schutzfunktion des Waldes berücksichtigt und nicht komplett neu definiert werden muss. Ein verstärkter Naturschutz im Wald muss auch ins Bewusstsein rufen, dass jeder weitere Nutzungsverzicht im Widerspruch dazu steht, Holz als ökologisch wertvolles, nachhaltig nutzbares Gut (eben auch für Folgegenerationen) zu bewerben. Eine Energiepolitik die künftige Energielücken nachhaltig mit regenerativen Energien schliessen und die Verwendung des Rohstoffes Holz als Primärgut mit hervorragender Co2 - Bilanz forcieren möchte, kann sich einer Quantifizierung monetärer Auswirkungen durch Umsetzung eines Gesamtkonzeptes nicht entziehen. Es bedarf ganzheitlicher Lösungen für Naturschutz und Holznutzung.

Um den Beitrag zu kommentieren, müssen Sie sich kurz anmelden

  Kommentare
FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 380 Livediskussion Dr. Höltermann Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 24 Livediskussion Wolfgang Reimer Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 46 Livediskussion Max Reger Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 52 Livediskussion Dr. Bollmann Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 29 Maßnahmenvorschläge Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 85
Naturnaher Waldbau: 165
Hinweise / fehlende Aspekte: 134
Artenmanagement im Wald: 53
Mitwirkung: 49
Prozessschutz: 44
Lichte, offene Wälder: 31
Feedback & Hilfe: 31
Forschung: 19
Wälder nasser Standorte: 5

VERFAHRENS- UND QUALITÄTSSTANDARDS BEI ForstBW Mitarbeiter der ForstBW

FREUNDE EINLADEN
Freunde einladen!