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Naturnaher Waldbau

Starre Prozentzahlen vs. naturnaher Waldbau?

von Jerg Hilt am 28.03.2012 | 21:30 | Kommentare: 1 |

Wie die Diskussion zeigt, haben starre Prozentzahlen den Vorteil, dass man wunderbar darüber debattieren kann. Sie eignen sich daher gut für politische Positionspapiere, für einen naturnahen, standortsangepassten Waldbau sind sie aber ungeeignet. Gerade in Zeiten sich stark verändernder Umweltbedingungen benötigen wir Vielfalt (Mischung) und Flexibilität. Hier gilt das selbe wie für die Vorgaben der BioDiv-Strategie: wo ist die fachliche Begründung? Warum nicht 15 od. 25%? Auch an dieser Stelle fehlt häufig die Berücksichtigung der weiteren Auswirkungen des geforderten. Es gibt keine Hinweise darauf, dass wir in Zukunft volkswirtschaftlich auf Nadelholz verzichten können. Die Dämonisierung einzelner Arten bringt uns in der Debatte um einen zukunftsfähigen, klimastabilen Waldbau nicht weiter.

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  Kommentare
Johannes Enssle am 29.03.2012 23:27:25

Lieber Herr Hilt,

Prozentzahlen können sinnvolle Richtwerte liefern. Sie bilden einen gesellschaftlichen Konsens ab. Ob es beim jeweiligen Thema um 0,5 oder 2 % mher oder weniger geht ist dann tatsächlich häufig irrellevant. Als Richtwerte und Leitplanken sind sie aber hilfreich.

Wenn Sie mir sagen, wieviel Bannwälder wir brauchen, um die Zitronengelbe Tramete, den Tannenstachelbart und X andere Arten langfristig zu erhalten, dann können wir gerne auf die Prozentzahlen verzichten. So lange hier aber keine Sicherheit besteht, gilt aus meiner Sicht das Vorsorgeprinzip.

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