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INFOTHEK

Boden- und bestandespfleglicher Waldarbeit und Walderschließung

Naturschutzrelevante Verfahrens- und Qualitätsstandards im Hinblick auf
boden- und bestandespfleglicher Waldarbeit und Walderschließung bei ForstBW

Pflegliche Waldarbeit ist ein Baustein des Konzepts der Naturnahen
Waldwirtschaft
(1992) (und damit verpflichtend für die Bewirtschaftung des
Staatswaldes in Baden-Württemberg), demzufolge Boden- und Bestandesschäden
bei der Holzernte durch den Einsatz geeigneter Arbeitsverfahren und Erntetechniken
soweit als möglich vermieden werden (vgl. FED 2000, Randziffer 32).

Grundlegende Bedeutung für den Bodenschutz hat die
Feinerschließungsrichtlinie der Landesforstverwaltung Baden-Württemberg
(2003)
Sie regelt konzeptionell und technisch die Anlage und die Ausgestaltung von
Feinerschließungsnetzen (das ist das forstliche Erschließungssystem (Glossar) der
Bestandesflächen zwischen den Fahrwegen (synonym: Wald(fahr) Straßen).
Bodenschutzrelevant ist die Kernvorgabe der Richtlinie, forstlich unvermeidbare
Befahrung auf die dafür vorgesehenen Feinerschließungsmittel „Maschinenwege“ (im
Abstand von zwischen 80 und 150 m) und „Rückegassen“ (im Abstand von 20 oder
40 m) zu konzentrieren und jegliche Befahrung des Waldbodens abseits davon strikt
zu untersagen. Zur Einhaltung dieser Vorgabe regelt die Richtlinie, dass und wie die
Feinerschließungsnetze technisch nutzbar, gelände- und standortsgeeignet sowie
ausreichend erschießungswirksam anzulegen und zu unterhalten sind.

Naturschutzrelevante Bestimmungen zum Einbringen von Fremdmaterial für
Waldwegebau und die (stellenweise) Befestigung von Rückegassen finden sich in
den
Vorläufigen Hinweisen zum Einsatz von Baustoffrecyclingmaterial (vom 13.
April 2004) sowie der
Verwaltungsvorschrift für die Verwertung von als Abfall eingestuftem
Bodenmateria
l (vom 14. Juli 2007)
des Ministeriums für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg
Naturschutzrelevante Standards ForstBW Pflegliche Waldarbeit

Die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Landesforstverwaltung Baden-
Württemberg für die Ausführung von Forstbetriebsarbeiten“
(AGB-F; mit
Qualitätsanforderungen im Staatswald Baden-Württemberg für die Bereiche
Bestandesbegründung, Entrindung, Holzrücken, kombiniertes Seillinienverfahren
(Glossar), mechanisierte Holzernte, Rundholztransport und Seilkran) von Mai 2006
sind die vertraglichen Grundlagen für den Unternehmereinsatz im Staatswald Baden-
Württemberg. Sie setzen detaillierte verfahrens- und maschinentechnische
Standards hinsichtlich bestandes- und bodenpfleglicher Waldarbeit und
Walderschließung und erlauben es, bei Nichtbeachtung die Arbeiten unterbrechen
und ggf. den Vertrag auflösen zu können.


Die entsprechenden verwaltungsinternen Standards zur Vorbereitung und
Durchführung von Holzerntemaßnahmen werden durch das „Audit Arbeitsprozesse
Holzernte“
, einschließlich Nutzerhandbuch sowie Checkliste, fixiert.

Relevante Hintergrunddokumente:

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