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Konzept Naturnahe Waldwirtschaft

Elemente des Konzepts Naturnahe Waldwirtschaft (orientiert an Weidenbach, 1992)

Die Naturnahe Waldwirtschaft ist das zentrale, für den Staatwald Baden-
Württemberg verpflichtende Konzept zur Umsetzung der forstbetrieblichen Zielsetzung,
die Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktionen auf der gesamten Waldfläche optimal
zu erfüllen. Wesentliche Voraussetzung dafür sind der Aufbau, die Pflege und
die Erhaltung naturnaher, standortsgerechter und stabiler Wälder. Dazu baut Naturnahe
Waldwirtschaft auf den Ergebnisse der Standortskartierung, der Waldfunktionenkartierung
und der Waldbiotopkartierung auf, und sie nutzt natürliche Abläufe
und Selbststeuerungsmechanismen von Waldökosystemen, soweit diese der Zielerreichung
dienen.

Elemente des Konzepts Naturnahe Waldwirtschaft sind:
Naturnähe der Baumarten
- Naturwaldgesellschaften = Vorbild für die Wirtschaftswälder, d.h.: Hohe Anteile
von Hauptbaumarten der natürlichen Waldgesellschaft sowie Beimischung
der typischen Begleitbaumarten
- Berücksichtigung des Klimawandels
- Potentielle Natürliche Vegetation
- Baumarten-Risiko-Karten
Mischung
- Grundsätzlich naturnahe Mischbestände
Stufigkeit
- Stufiger Bestandesaufbau (d.h. vertikale Ausfüllung des Kronenraumes in
kleinflächigem Wechsel) wo möglich und sinnvoll; keine Waldstrukturen, die
sich nur durch ständige Eingriffe erhalten lassen (Ausnahme: Plenterwald,
Eichenwertholzbestände)
Waldverjüngung
- Schwerpunkt auf langfristigen, wo möglich (Schattbaumarten) kleinflächigen
Naturverjüngungsverfahren; Problem: Verjüngung (aktuell) -> nicht Orientierung
Naturwald
- Beschränkung von Kahlhieben auf begründete Ausnahmefälle
Bestandespflege
- Ausnutzung der Selbstdifferenzierung
- Beschränkung der Pflege auf gelegentliche steuernde Maßnahmen
- kein Arbeiten gegen natürliche Abläufe
- Schwerpunkt auf zielgerichteter Förderung (Stabilität, Mischung, Qualität,
Stufigkeit, Vitalität, Verteilung)
Wald- und wildgerechte Jagd
- Angepasste Wildbestände
- Verjüngung der Hauptbaumarten ohne Schutzmaßnahmen
Integrierter Waldschutz
- Maßnahmen nur nach Prognose
- Beschränkung von Pestiziden auf das erforderliche Minimum
Pflegliche Waldarbeit
- Feinerschließung der Bestände
- Einsatz geeigneter Erntetechniken
Naturschutz, Landschaftspflege
- Empfindlichkeit bei abrupten Eingriffen beachten
- Extensivierung auf ertragsschwachen Standorten
- Minderheitenschutz
- Pflege von Sonderbiotopen und Schonwäldern

Quelle:
MLR (1992): Naturnahe Waldwirtschaft. Broschüre des Ministeriums für ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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