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Hinweise / fehlende Aspekte

Herzlich Willkommen zur Live-Diskussion mit Frau Dr. Anke Höltermann, stellvertretende Leiterin des Agrar- und Waldbereichs in der Abteilung „Integrativer Naturschutz und nachhaltige Nutzung, Gentechnik“ im Bundesamt für Naturschutz!

von Moderation am 27.03.2012 | 15:00 | Kommentare: 4 |

Sehr geehrter Frau Dr. Höltermann, liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer,

wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit nehmen, heute mit uns live über die Gesamtkonzeption Waldnaturschutz ForstBW zu diskutieren.
Frau Dr. Höltermann, als Mitglied der begleitenden AG des Projekts sind Sie ja an der Erarbeitung der hier vorgestellten Vorschläge aktiv beteiligt.
Zu Beginn möchte ich Sie daher zunächst einmal fragen, wie Sie als externe fachliche Expertin die bisher erarbeiteten Ergebnisse beurteilen? Welche Schwerpunkte sind für Sie naturschutzfachlich besonders wichtig?

Viele Grüße,
Britta Hartard (Moderation)

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  Kommentare
Dr. Anke Höltermann am 27.03.2012 15:19:57

Hallo Birke22,

Vorhersagen zu Auswirkungen des Klimawandels gehen mit großen Unsicherheiten einher und sind auch regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Auch die verschiedenen Teilstrategien des Naturschutzes können bekanntermaßen häufig nicht auf derselben Fläche verwirklicht werden. Die Abwägung von Schutzzielen muss daher zum einen auf lokaler und regionaler Ebene erfolgen. Zum anderen müssen aber mit Blick auf die durch den Klimawandel ausgelösten dynamischen Veränderungen (Standortsveränderungen, Störungszunahme, Migration von Arten) naturschutzfachliche Zielsetzungen in einem überregionalen, landschaftlichen Kontext betrachtet werden.
Damit werden naturschutzfachliche Zielsetzungen zukünftig noch stärker nur durch den Einbezug der gesamten (Wald-) Landschaft erreichbar sein. Integrative Schutzkonzepte, die Schutz und Nutzung miteinander verbinden, werden wichtiger. Hierzu hat auch das BfN verschiedene Forschungsvorhaben vergeben.

Birke22 am 27.03.2012 15:08:43

Sehr geehrte Frau Dr. Höltermann,
welche Rolle spielt in Ihren Überlegungen der Klimawandel und seine Folgen für den integrativen Naturschutz?

Horst am 27.03.2012 15:08:18

Was mich an dieser ganzen Diskussion ein bißchen stört, ist dass bei aller Diskussion über den Anbau fremdländischer Arten, die in vielen Regionen auch ein invasives Potential haben, meines Erachtens zu wenig über die Möglichkeiten heimischer Baumarten im Klimawandel diskutiert wird.

Dr. Anke Höltermann am 27.03.2012 15:03:13

Insgesamt weisen die Schwerpunktsetzungen aus meiner Sicht in die richtige Richtung. Leider wurde zu Beginn der Diskussion kein übergeordnetes Leitbild zur Situation der Biodiversität in den Wäldern Baden-Württembergs formuliert, das ggf. Zielkonflikte mit anderen Funktionen offenlegt. Inwieweit es so gelingt, eine „ganzheitliche Waldnaturschutzstrategie“ zu entwerfen, die mehr leistet als bestehende Teilstrategien zusammenzuführen, muss sich daher im weiteren Prozess noch zeigen.
Aus Bundessicht halte ich den Beitrag Baden-Württembergs zur Erfüllung der Waldziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt für besonders wichtig. Hier ist vor allem das Ziel, 10 % der öffentlichen Wälder der natürlichen Waldentwicklung zu überlassen, hervorzuheben. Diese Flächen sollten langfristig gesichert werden. Darüber hinaus ist für mich für den Wirtschaftswald das integrative Konzept des naturnahen Waldbaus von besonderer Bedeutung, da es den weit überwiegenden Teil der Landeswaldfläche betrifft. Hier hätte ich mir mehr Mut und klarere Aussagen in Richtung qualitativer Standards im Sinne einer „guten fachlichen Praxis“ gewünscht.

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