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Lichte, offene Wälder

Lichte Wälder: kein Freifahrtsschein für permanente Eingriffe

von Greenpeace am 30.03.2012 | 16:06 | Kommentare: 1 |

Forst BW:
Ziel 3 (Was soll erreicht werden?)
Lichte seltene naturnahe Waldgesellschaften („lichte Waldbiotope“) auf sauren und trockenen Sonderstandorten sind erhalten.
Kriterien (Wann ist das Ziel erreicht?)
Das Ziel ist erreicht, wenn
1. lichte Waldbiotope, die durch Sukzession gefährdet sind, bekannt und gepflegt sind.
2. lichte Waldbiotope mit Vorkommen gefährdeter / besonders oder streng geschützter Arten bekannt und gepflegt sind.

Greenpeace:
In beiden Fällen: keine pauschale Zielsetzung: Bewertung muss im Einzelfall erfolgen!

ForstBW:
Diskussionspunkte und Fragen für die Online-Beteiligung
• Welches sind geeignete Leit- oder Charakterarten für die lichten Wälder auf trockenen und sauren Sonderstandorten?

Greenpeace:
Auch hier ist Vorsicht bei der Zielsetzung geboten: es sollte nicht pauschal festgelegt werden, dass lichte und offene Wälder offen gehalten und gepflegt werden sollten. Denn dies bedeutet (je nach Standort) intensive Eingriffe, intensive Eingriffe sind immer ein Störfaktor in der natürlichen Entwicklung der Wälder! Die Pflege und das „offenhalten“ lichter Wälder sollte unbedingt im Einzelfall bewertet und entschieden werden, auf keinen Fall aber grundsätzlich beschlossen werden.

ForstBW:
• Welches Potenzial für den Artenschutz, den Biotopverbund und das Landschaftsbild steckt in der Berücksichtigung und besonderen Pflege von Innen- und Außenwaldrändern, Bachrändern, Leitungstrassen, Wege- und Straßenrandbereichen, Holzlagerplätzen? Welche Gefahren bestehen durch die Öffnung für nicht erwünschte Arten, Neophyten?

Greenpeace:
Grundsät zlich: Bewertung und Entscheidung im Einzelfall. Auch für den Artenschutz gilt: Man sollte die richtigen Arten am richtigen Ort schützen und erhalten.

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  Kommentare
Dr. Joachim Rock am 30.03.2012 16:48:40

1.) Was spricht gegen eine Flächenanteilvorgabe zum Schutz von auf größere Freiflächen im Waldverbund angewiesener Arten? Bsp.: Auerhuhn, versch. Falterarten, Arten der Nieder- und Mittelwälder?

2.) Wer entscheidet auf welcher Grundlage, welches wo die richtige Art ist?

MfG

JR

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