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Hinweise / fehlende Aspekte

Radsport im Wald

von holzkopf am 22.03.2012 | 08:58 | Kommentare: 4 |

hallo,
ich bin jahrgang 1940 und wandere leidenschaftlich gerne.
ab und zu begegnen mir radsportler im wald am schmalen wegen. dies ist ja laut 2 meter regelung nicht erlaubt.
was ich für völligen schwachsinn halte.
die radsportler sind immer freundlich und gefährden niemanden. ausser sich selbst.
ich finde es schön, diesen radakrobaten dabei zuzuschauen wie sie diese wege bewältigen.
und was wollen wir alten leute eigentlich? wollen wir etwa dass uns der wald alleine gehört und junge menschen diesen nicht betreten dürfen?
man kann nicht immer sagen, sowas gab es früher nicht, also darf es sowas heute auch nicht geben.
die lösung lautet weltoffenheit. und verständnis für junge menschen die etwas anderes in ihrer freizeit als wandern machen !!
es sind schliesslich spotler mit muskelbetriebenen fahrrädern und keine motorradfahrer.
immer wieder höre ich, die radspotler würden den wald kaputt machen. was für ein grober unfug und völlig dämliches geschwätz denke ich dann immer wieder.
was sollen die radsportler denn nur mit ihren schmalen reifen kaputt machen??
ein regenguss oder wildsaurotte und es ist auf den wegen mehr kaputt als 2500 radsportler dort anrichten können.
die 2 meter regel ist aus grauer vorzeit !!
der wald sollte für alle frei nutzbar sein !!

ganz zu schweige übrigens von den waldarbeitern mit ihrem schweren gerät.
darüber ärgere ich mich.
jedes jahr sind mehr und mehr wanderwege kaputt weil diese rücksichtslosen idioten mit ihren dicken gefährten mitten auf den wanderwegen fahren !!
danach gibt es keinen wanderweg mehr, sondern 5m breite schneisen mit 1m tiefen radspuren !!
das ist zerstörung im wald !!
und es kann mir keiner erzählen dass das sein müsste. die waldarbeiten könnten mit ihrem schweren gerät die wanderwege umfahren und nicht mitten darauf !!

es muss unbedingt endlich aufhören dass den radsportlern im wald immer wieder vorgeworfen wird, diese würden etwas zerstören !!!

jeder der so etwas behauptet soll sich sofort im alterheim anmelden und sich nicht mehr aus dem haus bewegen. weil dort können diese menschen dann keinen schaden anrichten !!!

mfg

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  Kommentare
Moderation am 22.03.2012 15:42:50

Hallo Herr Kluge,
vielen Dank für Ihren Hinweis, meine Bemerkung bezog sich nicht auf den Kommentar von Herrn Thomas K.

Beste Grüße
Die Moderation (Simone Stübner)

Tilman Kluge am 22.03.2012 14:41:51

[Zitat Anfang]Liebe DiskussionteilnehmerInnen,

ich möchte Sie bitten, Ihre Anliegen und Beiträge so sachlich wie möglich zu formulieren und Anschuldigungen Dritter sowie Schimpfworte zu vermeiden.

Vielen Dank,
Die Moderation (Simone Stübner)[Zitat Ende]

Ich wüßte nicht, wo Thomas K gegen diese Regeln verstoßen hätte.

Aber zur Sache:

Die 2m-Regel, die übrigens von einem anderen Bundesland zwar eingeführt, aber in weiser einsicht auch wieder abgeschafft wurde, ist nicht justitiabel. Denn die 2m sind nicht messbar. Waldwegen fehlen die Bordsteine oder andere Fixationslinien.

Die Landesregierung beschied mir einmal vor vielen Jahren auf entsprechende (wiederholte) Nachfrage, das gehe nach Augenmaß. So etwas mag ja für eine Empfehlung (tauge sie praktisch etwas oder nicht, sei dahingestellt) ausreichen, nicht aber für eine rechtlich griffige Regelung.

Genau dafür sind aber Regelwerke da, die von eienem "Normalbürger" verstanden werden können sollen, damit sie auch, vor allem in der Alltagspraxis, Sinn machen.

Thomas K am 22.03.2012 13:42:11

Hallo allerseits,

wenn die Worte auch teils sehr kernig gewählt sind, so kann ich dem Inhalt größtenteils nur zustimmen.

Als rüstiger Mittvierziger bin ich sowohl zu Fuß als auch mit dem Mountain Bike unterwegs und kenne beide Sichtweisen.

Auch aus meiner Sicht macht die 2-Meter-Regel überhaupt keinen Sinn. Mittlerweile erlebe ich kaum noch Diskussionen zwischen Wanderern und Bikern. Nach meiner Wahrnehmung benehmen sich die Biker heutzutage auch anständig (die üblichen schwarzen Schafe ausgenommen), nehmen Rücksicht und lassen die Fußgänger passieren, wenns mal eng wird.
Und wenns doch mal Diskussionen gibt, dann dreht es sich nur noch um das Verbot als solches.

Also weg mit der 2-Meter-Regel!Sie hat sich nie bewährt und schürt erst die Konflikte.
Statt pauschaler Aussperrungen der Radfahrer sollte der Gesetzgeber lieber eine vernünftige und praktikable Regelung einführen, die eine Besucherlenkung dort vorsieht, wo es tatsächlich begründet ist. Das können z.B. sehr konfliktträchtige Gebiete in Ballungsräumen sein oder aber sehr sensible Schutzgebiete, deren "Inventar" sich nachweislich nicht mit dem Bikesport verträgt.

Wenn man es dann noch schafft, wie in anderen Bundesländern, das Schaffen von Angeboten für Biker zu erleichtern, bekommt man sogar eine funktionierende Besucherlenkung. Siehe z.B.  Link (Rheinland-Pfalz). Dort wurden bspw. unmittelbar parallel zu ohnehin stark frequentierten Waldwegen Spaßstrecken für Biker angelegt, die hervorragend angenommen werden. Fast niemand fährt mehr die konfliktträchtigeren Wege nebendran. Da braucht es kein einziges Verbotsschild und keine Konrollen. Perpetuum Mobile. Mit minimalem Eingriff in die Natur, der durch die Entlastung anderer Bereiche mehr als kompensiert wird.
Und wenn man das will, kann das Ganze sogar ein touristischer Magnet werden. Dann haben auch die Menschen der Region was davon.

Die Verringerung bzw. Abschaffung gesetzlicher Beschränkungen und Hürden würde helfen, solche Modelle auch in Baden-Württemberg schnell und erfolgversprechend umsetzen zu können.
Dann hat man auch eine funktionierende Besucherlenkung...

Moderation am 22.03.2012 9:52:17

Liebe DiskussionteilnehmerInnen,

ich möchte Sie bitten, Ihre Anliegen und Beiträge so sachlich wie möglich zu formulieren und Anschuldigungen Dritter sowie Schimpfworte zu vermeiden.

Vielen Dank,
Die Moderation (Simone Stübner)

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